Was der Börsenstrompreis zeigt
Der Day-Ahead-Preis entsteht täglich in der Auktion der Strombörse für jeden Zeitabschnitt des Folgetags in der Preiszone Österreich. Wir zeigen das Monatsmittel über alle Stunden (Base). Es ist ein Großhandelspreis: Netzentgelte, Steuern, Abgaben und die Marge des Lieferanten kommen für Endkunden noch dazu.
Was ist der ÖSPI?
Der Österreichische Strompreisindex (ÖSPI) der Österreichischen Energieagentur bildet die Großhandelspreise am Terminmarkt ab – als Mittel der Terminpreise für die kommenden vier Quartale, Basis 2006 = 100. Er wird vorab veröffentlicht und dient vielen indexgebundenen Stromverträgen als Grundlage. Steigt der ÖSPI, steigen auch die Preise solcher Verträge, meist mit etwas Verzögerung.
Wovon der Strompreis abhängt
In vielen Stunden bestimmen Gaskraftwerke den Preis – teures Gas und hohe CO₂-Preise schlagen deshalb auf den Strompreis durch. Viel Wind- und Sonnenstrom drückt ihn, besonders zu Mittag und am Wochenende. In der Energiekrise erreichte das Monatsmittel in Österreich 49,38 ct/kWh (August 2022), der Tiefstwert seit 2021 lag bei 5,04 ct/kWh (Februar 2021).
Was das für Ihren Betrieb bedeutet
Ob ein Fixpreis, ein Floater nach Börsenpreis oder ein an den ÖSPI gebundener Vertrag besser passt, hängt von Ihrem Lastgang, Ihrer Risikobereitschaft und dem Zeitpunkt des Abschlusses ab. Wer viel Strom zu günstigen Stunden verbraucht oder Lasten verschieben kann, profitiert eher von dynamischen Tarifen. Das rechnen wir in der Stromtarifberatung mit Ihren echten Verbrauchsdaten durch.