Einkaufsprozessmanagement: Einkauf mit System

Im Einkauf entscheidet sich ein großer Teil Ihrer Kosten – und ob Material rechtzeitig da ist. Wir analysieren Ihre Einkaufsprozesse, ordnen Lieferanten und Verträge und machen Preise und Abläufe planbar. Dahinter steht Erfahrung aus der Einkaufsleitung in Industriebetrieben, übertragen auf die Größe von KMU in Niederösterreich.

Erfahrung aus industrieller Einkaufsleitung
Rahmenverträge mit Preisindex
Kostenloses Erstgespräch

Wo Einkauf Zeit und Geld kostet

In vielen Klein- und Mittelbetrieben läuft der Einkauf nebenher: Bestellungen gehen per Telefon oder E-Mail hinaus, Preise werden fallweise verhandelt, und das Wissen über Lieferanten steckt in wenigen Köpfen. Das funktioniert – bis Preise steigen, ein Lieferant ausfällt oder die zuständige Person in Pension geht.

Typische Anzeichen, dass sich ein genauerer Blick lohnt:

  • viele Lieferanten für ähnliche Teile und viele Kleinbestellungen
  • Preiserhöhungen, die ohne nachvollziehbare Grundlage akzeptiert werden
  • Eilbestellungen und Fehlteile, die die Produktion aufhalten
  • unklare Zuständigkeiten zwischen Bedarf, Bestellung, Freigabe und Rechnungsprüfung

Wir nehmen den Ablauf von der Bedarfsmeldung bis zur Rechnungsprüfung auf und werten Ihr Einkaufsvolumen nach Lieferanten und Warengruppen aus. So wird sichtbar, wo sich Kosten und Aufwand konzentrieren.

Lieferanten, Rahmenverträge und Verhandlungen

Nicht jeder Lieferant hat für Ihren Betrieb dasselbe Gewicht. Wir bewerten Lieferanten nach Preis, Qualität, Liefertreue und Abhängigkeit und leiten daraus eine Strategie je Warengruppe ab:

  • Rahmenverträge mit Mengen, Laufzeit, Lieferbedingungen und messbaren Qualitätskriterien
  • Preisgleitklauseln, die Preisänderungen an einen vereinbarten Index koppeln – etwa an Rohstoffnotierungen oder amtliche Preisindizes – statt an pauschale Forderungen
  • Ausschreibungen auf Basis klarer Pflichtenhefte, damit Angebote wirklich vergleichbar sind
  • Verhandlungsvorbereitung mit Zielpreisen, Kostenstruktur und Alternativen
  • Target Pricing: Zielkosten gemeinsam mit Produktentwicklung und Lieferanten festlegen, bevor ein Teil in Serie geht

C-Teile: geringer Wert, hoher Aufwand

Schrauben, Normteile und Verbrauchsmaterial machen meist nur einen kleinen Teil des Einkaufsvolumens aus, verursachen aber viele Bestellungen, Wareneingänge und Rechnungen. Hier hilft weniger die Preisverhandlung als ein anderes Modell: weniger Lieferanten, gebündelte Sortimente und Lager, deren Bestand der Lieferant führt – als Konsignationslager oder als lieferantengesteuerter Bestand (Vendor Managed Inventory, VMI). Ihr Team bestellt dann nicht mehr jede Schraube einzeln, sondern prüft Verbrauch und Abrechnung.

Energieeinkauf und Einkaufskooperationen

Strom und Gas gehören in vielen Betrieben zu den größten Einkaufspositionen und folgen eigenen Regeln. Diesen Teil des Einkaufs bearbeiten wir gemeinsam mit unserer Stromtarifberatung – von der Lastgang-Analyse bis zur Ausschreibung.

Kleinere Betriebe erreichen allein oft nicht die Mengen, die bessere Konditionen bringen. Eine Lösung sind Einkaufskooperationen, in denen Betriebe gemeinsam einkaufen und Erfahrungen austauschen. Wichtig ist eine saubere rechtliche Basis: Kooperationen mit geringem Marktanteil sind nach dem Kartellgesetz oft als Bagatellkartell ausgenommen, Absprachen über Verkaufspreise, Mengen oder die Aufteilung von Märkten bleiben aber verboten.

Erfahrung aus der Industrie, zugeschnitten auf KMU

Ing. Mag. (FH) Peter Mayer hat in Industriebetrieben den strategischen Einkauf verantwortet, im technischen Einkauf gearbeitet und Einkauf sowie Finanzen geleitet. Er hat Rahmenverträge mit Preisindex eingeführt, C-Teile-Lieferanten reduziert und die Lagerhaltung an Lieferanten übergeben. Als Ingenieur kennt er auch die technische Seite: Spezifikationen, Pflichtenhefte für Investitionen und das Gespräch mit der Produktentwicklung.

Für Betriebe in Melk, im Mostviertel und in ganz Niederösterreich übersetzen wir diese Erfahrung in Abläufe, die Ihr Team im Alltag selbst tragen kann.

Vorgehen

So arbeiten wir

Erstgespräch

Kostenlos: Sie schildern Ausgangslage und Ziele, wir klären, wo sich ein genauerer Blick lohnt.

Ist-Analyse

Einkaufsvolumen nach Lieferanten und Warengruppen, Abläufe von der Bedarfsmeldung bis zur Rechnung und bestehende Verträge.

Maßnahmenplan

Prioritäten je Warengruppe: Lieferantenstrategie, Vertragsmodelle, Prozessregeln und Zuständigkeiten.

Umsetzung

Auf Wunsch begleiten wir Ausschreibungen, Verhandlungen und die Einführung der neuen Abläufe.

FAQ

Häufige Fragen

Lohnt sich das auch für kleinere Betriebe?
Ja, gerade dort, wo der Einkauf nebenbei läuft. Schon eine Auswertung, wie viel Sie bei welchen Lieferanten einkaufen, zeigt, wo Bündelung, Verhandlungen oder klarere Abläufe ansetzen sollten.
Was ist eine Preisgleitklausel?
Eine Vertragsklausel, die Preisänderungen an einen vorab vereinbarten Index bindet, etwa an einen Rohstoff- oder Lohnindex. Steigt oder fällt der Index, ändert sich der Preis nach einer festgelegten Formel. Das schafft Planbarkeit für beide Seiten und ersetzt Diskussionen über pauschale Preiserhöhungen.
Verhandeln Sie für uns mit Lieferanten?
Wir bereiten Ausschreibungen und Verhandlungen vor und begleiten sie auf Wunsch. Entscheidung und Vertragsabschluss bleiben bei Ihnen – Ziel ist ein Einkauf, den Ihr Team auch nach dem Projekt sicher führt.
Was bringt eine Einkaufskooperation?
Gemeinsame Ausschreibungen bündeln Mengen, und der Austausch mit anderen Betrieben zeigt, welche Lieferanten und Lösungen sich bewährt haben. Voraussetzung sind klare Regeln für Mengen, Kosten und Informationsaustausch – auch aus kartellrechtlicher Sicht.
Unleash your potential

Wo steckt Potenzial in Ihrem Einkauf?

Ein Erstgespräch ist kostenlos und unverbindlich. Sie schildern Ihre Situation, wir zeigen, wo wir ansetzen würden.

Erstgespräch vereinbaren →
office@maicon.at +43 664 202 6440 Raiffeisenstrasse 7/23, 3390 Melk